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Tomate

Die Tomate (Solanum lycopersicum), im Osten Österreichs meist Paradeiser (seltener Paradiesapfel) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. Damit ist sie unter anderem eng mit der Kartoffel (Solanum tuberosum), der Tollkirsche, der Alraune, der Engelstrompete, der Petunie und dem Tabak verwandt.

Lange als Liebesapfel oder Goldapfel bezeichnet, erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen „Tomate“ erst im 19. Jahrhundert. Dieser leitet sich von xitomatl ab, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. Umgangssprachlich wird vor allem die als Gemüse verwendete rote Frucht als Tomate bezeichnet. Ehemalige botanische Namen und Synonyme: Lycopersicon esculentum, Solanum esculentum oder Lycopersicon lycopersicum.

Innerhalb der Nachtschatten (Solanum) wird die Tomate in die Untergattung Potatoe und innerhalb dieser in die Sektion der Tomaten (Solanum sect. Lycopersicon) eingeordnet. Innerhalb dieser Sektion bildet die Art zusammen mit Solanum pimpinellifolium, Solanum cheesmaniae und Solanum galapagense, die alle rot- bis orangefarbene Früchte ausbilden, die Lycopersion-Gruppe.

Zur Unterteilung der Art wurden vor allem seit dem 20. Jahrhundert verschiedene Ansätze verfolgt, von denen sich jedoch keines durchsetzen konnte. Oft wurden dabei kleine, rote und gelbe Früchte als Solanum lycopersicum var. cerasiforme beziehungsweise Lycopersicon esculentum var. cerasiforme (umgangssprachlich oftmals „Kirschtomaten“) bezeichnet. Es wurde angenommen, dass diese der Wildform der Art Solanum lycopersicum entsprechen oder dieser zumindest sehr nahe stehen. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um Züchtungen und teilweise Kreuzungen mit Wildtomaten-Arten wie Solanum pimpinellifolium. Diese und alle weiteren Varietäten innerhalb der Art werden nicht anerkannt und nur als Synonym zu Solanum lycopersicon geführt.

   

Rot, saftig und gesund

Wie gesund sind Tomaten?
Die Tomate, auch "Liebesapfel" genannt, gibt es im Handel als Strauch- oder saftige Fleischtomate, aber auch als kleine Cocktail- oder Kirschtomaten zu kaufen. Es gilt: Je kleiner und intensiver die Färbung der Tomate, desto aromatischer und gesünder ist sie.
Finger weg heißt es dagegen bei unreifen Tomaten, denn sie schmecken nicht nur fade, sie sind auch ungesund. Unreife Tomaten enthalten Solanin, ein Stoff, der z. B. Kopfschmerzen verursachen kann.

Reife Tomaten dagegen vertreiben schlechte Laune. Der Grund: Sie enthalten Tyramin und dieser Stoff hebt die Stimmung und das beflügelt. Zudem stecken in der Tomate viele B-Vitamine, Vitamin A und C sowie Zink und Chrom. Die helfen gegen Müdigkeit, sorgen für ein starkes Immunsystem und halten die Körperzellen jung.

Außerdem enthalten Tomaten jede Menge Lycopin, das die Kraft einer ganzen Gesundheitsarmee hat. Denn Lycopin ist ein besonders wirksamer Krebshemmer, schützt unsere Schleimhäute vor dem Angriff von Viren und Bakterien und hilft gegen Infarkte und Altersblindheit. Zudem enthalten 100 g Tomate satte 240 mg Kalium, das beugt Herz-Rhythmusstörungen vor.
500 g frische Tomaten sind auch ein prima "Anti-Kater-Mittel". Denn Tomaten haben einen hohen Kaliumgehalt, das hilft gegen die Kopfschmerzen und Schlappheit. Die enthaltenen B-Vitamine kurbeln zusätzlich noch den Stoffwechsel an.
Übrigens: Wer unter juckenden Mückenstichen leidet, einfach mit einer aufgeschnittenen Tomate einreiben. Das lindert den Juckreiz.

Wie viele Tomaten sollte man essen?
Tomaten kann man so viele essen wie man möchte, denn die Früchte sind nicht nur sehr gesund, sie haben auch noch wenig Kalorien. In 100 g Tomaten stecken nämlich nur 17 kcl. Ärztin Dr. Petra Bracht empfiehlt pro Woche 300 g rohe Tomaten und 600 g gekochte Tomaten zu essen. In den rohen Tomaten stecken nämlich noch die hitzeempfindlichen Vitamine, wie z. B. einige B-Vitamine und Vitamin C drin. Gekochte Tomaten enthalten dafür aber mehr Lycopin.

   

Wie lagert man Tomaten richtig?
So bleiben Tomaten lange frisch und verlieren die wenigsten Vitamine:

* Grundsätzlich gilt: Tomaten halten sich ca. zwei bis drei Tage ohne nennbaren Vitamin- und Qualitätsverlust.

* Tomaten im Kühlschrank stets im Gemüsefach lagern. Denn dort ist die Temperatur optimal und die Luftfeuchtigkeit höher als im Rest des Kühlschrankes. Falsch gelagerte Tomaten verderben schneller und verlieren an Geschmack. Liegen sie zu kalt, können sie z. B. glasig werden und schmecken dann nicht mehr. Zu warm gelagerte Tomaten, z. B. bei Zimmertemperatur etwa, werden schnell runzelig und matschig.

* Einzelne Gemüsesorten stets getrennt voneinander aufbewahren, denn die unterschiedlichen Reifegase beeinflussen die einzelnen Sorten negativ, sie verderben und faulen so schneller. Deshalb z. B. Tomaten, Sellerie oder Zucchini in getrennte Plastiktüten füllen und mit einer Gabel kleine Luftlöcher hineinstechen. So vermeiden Sie Tropfenbildung und Fäulnisbildung.

Wichtig: Tomaten zum Rohessen eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen. Der Grund: nur dann entfalten sie ein optimales Aroma.

Tomaten kann man nicht einfrieren! Sie gehören zu den wasserreichen Gemüsesorten, wie auch Zucchini, Auberginen, Gurken und Salat. Die Tomaten verlieren bei Minustemperaturen zu viel Wasser und sind nach dem Auftauen dann nur noch labbrig. Wer einmal zu viele Tomaten gekauft hat, der sollte sie am besten zu Püree oder Sauce verarbeiten. Denn Tomatensauce oder
-püree kann man in einem gut verschlossenen Plastikbehälter bedenkenlos ca. sechs Monate einfrieren.

Wie putzt man Tomaten richtig?
Tomaten immer zunächst mit lauwarmem Wasser abwaschen, so entfernt man am besten Pestizid- und andere Umweltrückstände. Danach die grüne Blüte und den Ansatz herausschneiden. Dazu am besten vorher die Tomaten halbieren oder vierteln. So lässt sich beides einfacher entfernen.
Wichtig: Niemals vor dem Waschen die grüne Blüte entfernen. Dann nämlich saugen sich die Früchte mit Wasser voll und verlieren an Aroma und Vitamine.

Tipp: Wenn Sie nur das pure Tomatenfleisch für z. B. Tomatensalate oder zum Garnieren haben möchten, sollten Sie das weiche Innere der Tomate entfernen und nur das äußere Fruchtfleisch verwenden. Denn das weiche Innere der Tomate verwässert den Geschmack. Für Saucen oder Suppen können Sie jedoch das Innere der Tomaten verwenden, in diesem Fall muss es nicht weggeschnitten werden.

 
 
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